Geriatrie
Hierbei handelt es sich um den Bereich der Medizin, der sich mit dem alten Menschen beschäftigt. Da Altern eine individuelle Angelegenheit ist, erfolgt die Zuordnung eines Patienten nicht alleine durch das Alter, vielmehr durch das Zusammentreffen mehrerer alterstypische Erkrankungen wie z. B. die Herzschwäche, Demenz, Nierenschwäche oder auch der Diabetes.
Die Sozialversicherung geht bei geriatrischen Patienten von Menschen aus, die 75 Jahre oder älter sind.
In der geriatrischen Medizin geht es nicht nur um die einzelnen Erkrankungen sondern vielmehr um deren Zusammenspiel und die daraus resultierenden Einschränkungen im täglichen Leben. Um den Umfang der Einschränkungen feststellen zu können, erfolgt hier ein sogenanntes geriatrisches Assessment. Dabei handelt es sich um standardisierte Tests. Hiernach kann ein individueller Therapieplan mit entsprechenden Hilfsmitteln erfolgen.
Geriatrisches Assessment
Funktion
Hierbei handelt es sich um Tests, die die Bewegung und Kraft messen sollen. Hier kann auch das Sturzrisiko und der Hilfsbedarf quantifiziert werden.
Kognition
Hier werden die kognitiven Leistungen wie Merkfähigkeit, Rechnen und Schreiben getestet. Es wird auch die Fähigkeit überprüft, sich im 3-dimensionalem Raum zurechtzufinden.
Emotion
Hier wird untersucht, ob es Hinweise auf eine Depression gibt. Dies ist wichtig, weil eine schwere Depression sich wie ein dementieller Prozess äußern kann.
Soziale Situation
Hier wird die Unterstützung in der Familie und Umgebung sowie die finanziellen Möglichkeiten des Patienten überprüft. Auch die bereits erfolgte Hilfsmittelversorgung und die Pflegegrad-Einstufung wird hier ermittelt.